endete, was im Mai 1948 hoffnungsvoll begann: Der aus Rumänien geflohene staatenlose Dichter Paul Celan, 27 Jahre alt, begegnet in Wien der 21-jährigen Studentin Ingeborg Bachmann, und beide verlieben sich sofort ineinander. Diese Liebesgeschichte wird jetzt zum ersten Mal in dem Briefwechsel zwischen den beiden nachlesbar und nachvollziehbar, und man erlebt die Abgründe mit, auf die sich beide immer mehr zubewegten.

Paul Celan, geboren 1920 in Czernowitz, entstammte einer deutschsprachigen jüdischen Familie, deren Mitglieder von den Nazis ermordet wurden. Er lebte zumeist in Paris, wo er 1970 den Freitod in der Seine fand. Sein berühmtestes Gedicht ist die Todesfuge.

Ingeborg Bachmann, geboren 1926 in Klagenfurt, schrieb Gedichte, Hörspiele und den Roman Malina. Sie war unter anderem mit Hans Werner Henze und mit Max Frisch befreundet. 1973 starb sie in Rom bei einem Brandunfall.

Beide, Ingeborg Bachmann wie Paul Celan, zählen zu den bedeutendsten Lyrikern deutscher Sprache.