Alles, was von der als Gesamtschule konzipierten Grundschule berichtet wird, spricht für die generelle Einführung der Gesamtschule. Schade, dass für die Bildungspolitik keine Frau von der Leyen zur Verfügung steht! Sie wäre in der Lage, die CDU aus ihrem schulpolitischen Ideologiekorsett zu befreien, so wie sie es im Bereich der Familienpolitik geschafft hat.

Von der anderen sogenannten Volkspartei ist nichts zu erwarten. Die SPD hatte als Regierungspartei im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW viel Zeit, das weiterführende Schulwesen zu reformieren – unter dem jetzt wegen seiner Lebensleistung angepriesenen Herrn Clement und diversen Vorgängern im Amt des NRW-Ministerpräsidenten.

Dr. Erhard Schulte, Königswinter

Frau Stelzer, ich könnte Sie virtuell dreimal für den Artikel küssen!

Als Vater zweier Töchter habe ich mit meiner Frau auch vor der Frage gestanden: Auf welche Schule schicken wir unsere Kinder? Die richtige Antwort ist in der Tat: auf die, die am einfachsten zu erreichen ist. Alles, was im Programm einer Schule steht, ist auf Papier gedruckt, und Papier ist geduldig. Und den Ruf einer Schule sollte man nicht überbewerten: Es kommt darauf an, welche Lehrerin (Grundschule) oder welche sechs oder sieben Lehrer (weiterführende Schule) das eigene Kind zufällig "bekommt": Das ist dann die Realität; alles andere klingt schön, zählt aber nicht.

Norbert Tholen, Jüchen

Bereits in der Spielgruppe, die ich mit meiner ältesten Tochter besuchte, überlegte doch ernsthaft eine Mutter, ihr Kind zweisprachig zu erziehen, obwohl beide Elternteile Deutsche sind. Und weiter ging es dann im Kindergarten. Da hörte ich Eltern nach einem Elternabend sagen: Mein Kind soll auf jeden Fall das Gymnasium besuchen, auch wenn es da "hingeprügelt" wird. Als Grundschullehrerin wurde es mir bei dieser Aussage etwas mulmig zumute. Englisch schon im Kindergartenalter? Auf jeden Fall jedoch musikalische Früherziehung, Schwimmen und Turnen?