Welcher Student würde seine Einstellung zum Leben nicht gerne mit dem Begriff "effizienter Idealismus" gewürdigt sehen. Verhaltene Skepsis lässt den Leser freilich fragen, ob der Autor da nicht etwas zu einem überlegten Lebensentwurf hochstilisiert, was doch nur die Summe von Zufälligkeiten und Partikularinteressen ist. Familie, Freunde, privates Glück (traditionelle Werte in neuer Auflage) – wie kann dieses wohl kaum reflektierte Wirken im Kleinen etwas bewirken im Großen? Welcher "effiziente Idealist" findet sich, der seinen Idealismus zum Programm macht, dafür wirbt und es in den großen Zusammenhang der vielfältigen Probleme in unserer Welt stellt? Die Antwort auf diese Frage bleibt der Autor schuldig.

Hans Gerbig, Gersthofen/Batzenhofen