Wer liefert das Auto, das sowohl bei Verbrauch und Kohlendioxidausstoß als auch bei Lärm und Schadstoffen – wie Rußpartikeln – der Umwelt am wenigsten schadet? Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) hat 350 aktuelle Pkw-Modelle getestet. In seiner neuen "Auto-Umweltliste 2008/2009" werden die Ergebnisse vorgestellt. Und siehe da, trotz aller Bemühungen der deutschen Autobauer liegen wieder mal die Japaner vorn: Sieger ist der Toyota Prius mit Hybridantrieb vor dem Honda Civic Hybrid. Den dritten Platz teilen sich gleich vier Kleinwagen: Citroën C1, Daihatsu Cuore 1.0, Peugeot 107 und Toyota Aygo 1.0. Erst auf Platz acht folgt der erste Wagen eines deutschen Herstellers, der Smart fortwo coupé mhd mit Benzinantrieb von Daimler.

Peinlich für den Stuttgarter Konzern: Ursprünglich lag das Smart-Schwestermodell mit Dieselantrieb sogar auf Platz drei. Doch die Daimler-Ingenieure schaffen es trotz Ankündigung nicht, dem kleinen Sparwunder bis zum Oktober einen vollwertigen geschlossenen Dieselpartikelfilter anzupassen. Dies werten die Tester vom VCD aber als Todsünde, weil die bisherige Version zwar vorbildlich niedrige CO2-Werte erreicht – und in dieser Disziplin sogar auf Rang eins liegt –, aber mit seinen nur teilweise gefilterten Abgasen unnötig viel gesundheitsschädliche Feinstaubpartikel ausstoße.

Bei einzelnen Fahrzeugklassen schneiden auch Modelle aus deutschen Fabriken oder deutschen Konzernen relativ gut ab. Etwa die Sparversionen von Audi A3, Ford Focus oder Golf bei den Kompaktwagen oder der Opel Zafira mit Gasantrieb bei den Sieben-Sitzern. Trotz aufsteigender Tendenz gehören die Ökoautos freilich noch lange nicht zu den meistverkauften Modellen hierzulande. (DHL)