Weg mit der Rente ab 67, her mit einer neuen Vermögensteuer und zehn Milliarden mehr Steuereinnahmen pro Jahr durch höhere Abgaben für Erben – mit diesen Forderungen meldeten sich Anfang der Woche sechzig Vertreter des linken Flügels der SPD zu Wort. Einer von ihnen ist Ottmar Schreiner. Die SPD berät in diesen Tagen über die Ausrichtung der Partei im Wahlkampf. Von Parteichef Kurt Beck und seinem Vize Frank-Walter Steinmeier fordern die Linken eine deutlichere Abkehr von der Agenda 2010 – wie Schreiner in seinem Buch. Dass auch die SPD vor allem für Mindestlöhne und höhere Renten wirbt, nennt Schreiner "sporadisch aufflackernde Einzelaktionen". Seine Partei habe begonnen, sich auf ihre alten Werte zurückzubesinnen. "Ob sie ihre Resozialdemokratisierung ernst meint, wird sich noch zeigen", schreibt er. nia