Damals: 13.3.2007

Ein Bild der Verzweiflung? Vielleicht. Niemals werde dieser Mann in Simbabwe regieren, schwor sich Robert Mugabe, der greise Diktator des Landes. Und es sieht an diesem Tag, dem 13. März 2007, nicht danach aus, als würde Morgan Tsvangirai, der Führer der Oppositionspartei Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC), jemals auch nur in die Nähe der Macht kommen. Das rechte Auge ist zugeschwollen, an seinem Hinterkopf klafft eine tiefe Wunde – auf einem Polizeirevier haben Mugabes Schergen ihn übel misshandelt. Und nicht nur ihn. Dutzende seiner Anhänger wurden in den vergangenen Jahren ermordet, Zehntausende mussten fliehen. Die Welt protestierte, zunächst vergeblich. Und doch: 18 Monate später reicht der Mann, der mehrere Anschläge überlebt hat, seinem Peiniger die Hand. ill

Fotos (Ausschnitte): Reuters/corbis; Humboldt Uni (kl.)