Wer in den letzten Wochen ferngesehen hat, hat vielleicht mitbekommen, dass viel von der SPD die Rede war, dass es in dieser Partei Streit gab und dass sie jetzt einen neuen Vorsitzenden bekommt. Was ist die SPD? Und worum ging es bei dem Streit?

Von allen Parteien ist die Sozialdemokratische Partei Deutschlands die älteste, sie wurde 1863 gegründet, ist also 145 Jahre alt! Ihren Mitgliedern ging es immer darum, dass Leute, die wenig Geld hatten, kaum zur Schule gegangen waren und in Fabriken arbeiten mussten, ein besseres Leben haben sollten. Deshalb kämpften sie für höhere Löhne, für kürzere Arbeitszeiten und dafür, dass jeder wählen und mitbestimmen darf, wer in Deutschland regiert.

Zwischen 1933 und 1945 gab es eine Diktatur in Deutschland: Die Nationalsozialisten, die damals herrschten, betrachteten die Sozialdemokraten als ihre Feinde, sperrten viele von ihnen ein und töteten sie sogar. Nach dem Ende der Nazidiktatur machte die SPD weiter Politik für Leute, die arbeiten. Manchmal regierte sie in Deutschland, die meiste Zeit nicht. Der letzte SPD-Kanzler hieß Gerhard Schröder und war von 1998 bis 2005 im Amt.

Der Streit, den es jetzt in der SPD gibt, hat dazu geführt, dass der Vorsitzende Kurt Beck zurückgetreten ist. Die Gründe sind nicht leicht zu erklären: Es geht darum, dass die SPD immer noch den Schwachen helfen möchte. Aber darüber, wie man das heute am besten macht, gibt es in der Partei ganz unterschiedliche Meinungen.