hat den Höhepunkt des RAF-Terrorismus in den siebziger Jahren an entscheidender politischer Stelle miterlebt. Nach seinem Einzug in den Bundestag für die FDP 1972 war der Jurist zunächst sechs Jahre Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesinnenministerium, ehe er 1978 selbst dessen Leitung übernahm. Das Spannungsfeld von Freiheit und Sicherheit war und ist sein Thema; er setzte eine Liberalisierung des "Radikalenerlasses" durch und traf sich mit dem Exterroristen Horst Mahler zum Gespräch, was zu Kontroversen mit dem BKA-Chef Horst Herold führte. Nach dem Bruch der sozialliberalen Koalition 1982 trat Baum zurück. Der 1932 in Dresden Geborene war bis 1994 Mitglied des Bundestages und befasste sich mit Fragen zu Bürgerrechten, Umweltschutz und Kulturpolitik. Danach war Baum für die UN tätig; heute arbeitet er als Rechtsanwalt in Düsseldorf.