1959 wird Juan Evo Morales Ayma in der Gemeinde Isallavi im bolivianischen Hochland geboren. Seine Eltern sind Kleinbauern. Morales gehört dem Sullka-Stamm an, der zur Großethnie der Aymara zählt. 1980 zieht die Familie ins Tiefland in die Provinz Chapare, dem Zentrum des illegalen Coca-Anbaus. Von 1981 bis 1997 ist Morales in zahlreichen Gewerkschaftsorganisationen aktiv. Mitte der 1990er Jahre baut er eine linke Partei auf. 1997 wird Morales in das bolivianische Parlament gewählt. 2002 verliert er sein Mandat, weil er angeblich Unruhen unterstützt habe. Ein Gericht nennt das später gesetzeswidrig. 2005 wählen die Bolivianer Evo Morales im ersten Wahlgang zum Präsidenten.