Am 14. Oktober wird in der Bonner Bundeskunsthalle die erste Partie des WM-Kampfes zwischen dem aktuellen indischen Weltmeister Viswanathan Anand und seinem russischen Vorgänger Kramnik ausgetragen. Unter den Augen des Schirmherrn, des schachbegeisterten und -kundigen Bundesfinanzministers Peer Steinbrück, und des früheren Bundeswirtschaftsministers Werner Müller, der jetzt dem Titelsponsor Evonik als Konzernchef vorsteht. Evonik, damals noch RAG, kam bereits beim Match zwischen Kramnik und dem weltweit führenden Schachprogramm "Fritz" vor zwei Jahren an gleicher Stelle auf den "Schachgeschmack".

Nicht verschwiegen sei an dieser Stelle, dass Kramnik den damaligen Bochumer Fußballtrainer Peter Neururer im ZDF -Sportstudio beim Torwandschießen besiegte, worauf dieser sich kaum noch zu seiner Mannschaft zurückwagte: "Mein Gott, jetzt habe ich gegen einen Schachspieler verloren!"

Tja, das ist schlimm.

Nur Felix Magath, der viele seiner Fußballtheorien vom "verwandten" Schachspiel ableitet, hat da wohl mehr Verständnis. Doch genug des Fußballs, denn in Bonn wird Schach gespielt!

Kramnik, der 2000 dem ebenfalls guten Fußballer Kasparow den Titel entriss (Ende 2007 verlor er ihn dann an Anand), gewann danach auch ein Match im Blitzschach (jeder hat fünf Minuten pro Partie) gegen Kasparow.