Rolf de Heers: Bad Boy Bubby

Einer der originellsten Filme der Neunziger, der aber bei uns nie richtig ins Kino kam. Der australische Regisseur Rolf de Heer erzählt in Bad Boy Bubby die Geschichte von Bubby (Nicholas Hope), der von seiner Mutter ein halbes Leben lang gefangen gehalten wurde. Mit 35 tritt er endlich in die Welt, ein neuer Kaspar Hauser. Ein grausamer, hochkomischer Streifzug durch die postmoderne Kultur, eine Probe auf die Idee, wir seien "die Architekten unserer Existenz". Am Ende wird Bubby Punksänger und gibt wie eine zerschrammte Platte all die Phrasen wieder, die er aufgeschnappt hat. Sabine Horst

Australien 1993, Alive, 112 Min., dazu Interview, Kurzfilm, Audiokommentar, ab 10.10.

Foto: Alive AG