DIE ZEIT: Im November vergeben Sie zum ersten Mal den mit 1,29 Millionen Euro dotierten Theo Murphy Blue Skies Award. Was bezwecken Sie damit?

Christofer Toumazou: Es geht uns darum, Forschungsprojekte zu fördern, die aus dem üblichen Schema herausfallen. Das kann Grundlagenforschung sein, zum Beispiel ein neuer Beweis für eine Theorie. Wir wollen aber auch Forschungsgebiete vorantreiben, zu denen es noch kaum oder gar keine Ausgangsliteratur gibt. Besonders wichtig sind uns interdisziplinäre Projekte. Die fallen bei der Verteilung von Forschungsgeldern oft unter den Tisch, weil sie nirgendwo richtig hineinpassen. Das Geld wird fast ausschließlich in Bereichen verteilt, in denen sowieso schon viel geforscht wird. Randprojekte sind für Wissenschaftler schwer finanzierbar.