Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner, hat eine peinliche Belehrung durch das Umweltbundesamt (UBA) über sich ergehen lassen müssen. Sonnleitner hatte in einer Pressemitteilung unter Berufung auf UBA-Angaben behauptet, die Land- und die Forstwirtschaft seien die einzigen Wirtschaftszweige mit einer positiven CO2-Bilanz. Dem hat der Vizepräsident der Behörde, Thomas Holzmann, inzwischen deutlich widersprochen. Die vom Bauernverband verwendeten Angaben entsprächen "nicht den vom Umweltbundesamt veröffentlichten Zahlen", heißt es in seinem Schreiben. Der Bauernverband hatte mit seiner Behauptung Ende August auf eine Studie der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch reagiert, in der die Landwirtschaft als wichtiger Emittent von Treibhausgasen dargestellt wird. Foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode habe die Klimabilanz "gefälscht", ließ der Bauernverband damals wissen und glaubte sich auf das Umweltbundesamt berufen zu können. Zu Unrecht, wie Holzmann nun klargestellt hat. Man könne "nicht von einer CO₂-Senke in der Landwirtschaft sprechen", teilte er Sonnleitner mit – nicht ohne die Ermahnung, "in zukünftigen Publikationen Berechnungen des Umweltbundesamtes richtig wiederzugeben". VO