Wie weggewischt

Neurologen ist es zum ersten Mal gelungen, Erinnerungen bei Mäusen gezielt auszulöschen, ohne ihnen dabei Schaden zuzufügen (Neuron, Bd. 60, S. 353). Die Wissenschaftler manipulierten dafür ein Enzym, das bei der Verarbeitung von Erlebtem im Gehirn eine Rolle spielt. Während sie die Mäuse mit Erfahrungen konfrontierten, die für die Tiere mit unangenehmen Erinnerungen verbunden waren, kurbelten sie die Produktion dieses Enzyms stark an. Das Ergebnis: Die unangenehmen Erfahrungen waren aus dem Gedächtnis der Mäuse getilgt. Das Verfahren könnte eines Tages bei Kriegsveteranen zum Einsatz kommen, die mit traumatischen Erinnerungen leben müssen.

Hungrig auf dem Sofa

Wer regelmäßig Ausdauersport betreibt, verbrennt sogar dann mehr Energie als faule Zeitgenossen, wenn er sich gar nicht bewegt. Das konnten US-Wissenschaftler beweisen, die mit einem bildgebenden Verfahren die Verbrennungsprozesse im Wadenmuskel von ruhenden Athleten und Kontrollpersonen überwachten (PNAS, Vorabveröffentlichung). Hinweise auf einen erhöhten Ruhestoffwechsel von Sportlern hatte es schon früher gegeben, bisher hatte aber noch niemand den Prozess direkt im Körper dokumentiert.

Doppelte Überraschung

Schwarze Löcher gibt es im Weltall schon sehr viel länger als bisher angenommen. Das fanden schottische Astronomen heraus, die mit dem Weltraumteleskop Spitzer eine vermeintliche Galaxie in 12 Milliarden Lichtjahren Entfernung beobachtet haben (Monthly Notices of the Royal Astronomy Society, Vorabveröffentlichung). Dabei stellten sie fest, dass sie in Wirklichkeit zwei miteinander verschmelzende Galaxien vor sich hatten, die in ihrem Inneren jeweils ein Schwarzes Loch tragen. Beide waren bereits zwei Milliarden Jahre nach dem Urknall fertig ausgebildet.