Insgesamt eine gute Mischung aus aktueller Literaturkritik und Porträtierung, auch die Bebilderung gefällt mir gut. Besonders interessant und witzig ist die Rubrik "Die Kurzempfehlung", ein toller Einfall!

Monika Hecking, Bocholt

Die neue ZEIT Literatur: Alles wohlbedacht und zum Lesen einladend. Nur eine dringende Bitte im Hinblick auf die in die untere Ecke platzierte Empfehlung von Jens Jessen betreffs Flaschs Kampfplätze der Philosophie: Das Buch verdient eine ausführliche Rezension. Es ist ein intellektuelles Vergnügen ersten Ranges!

Wolfgang Tiessen, Neu-Isenburg

Es macht sich natürlich hübsch und wird Ingo Schulze schmeicheln, wenn seine "musterwohnungshafte Schreibsituation" mit der Aufgeräumtheit von Goethes Arbeitszimmer gleichgesetzt wird. Aber hoffentlich hat er (Schulze) trotzdem gemerkt, wie schlampig "Adam und Evelyn" sich auf das Weimarer Bild beziehen: Da ist kein leerer Tisch, um den Stühle stehen "wie festgeschraubt"; vielmehr gibt es im Zimmer und auf dem Schreibtischchen ganz ähnliche Utensilien wie auf Schulzes schicker Glasplatte, aber locker hingeschoben. Und vor allem sitzt am Tisch lauschend und schreibend nicht Eckermann, sondern Goethes Schreiber Johann August Friedrich John. Steht auch immer für Interessierte drunter: "Goethe in seinem Arbeitszimmer, seinem Schreiber John diktierend. Gemälde von Joseph Schmeller, 1831". "Aufgeräumtheit" ist so ziemlich das Letzte, was mir zu dem Bild einfiele.

Bärbel Haude, Göttingen

Als Literaturliebhaberin und Vielleserin war ich enttäuscht. Bisher habe ich jede Literatur-Beilage von A bis Z durchgelesen – und natürlich auch behalten! Diesmal außer Orhan Pamuk und T. S. Eliot, die ich wirklich mit Interesse gelesen habe, jede Menge literarisches Kurzfutter und visueller Schnickschnack wie die Kurzempfehlung an den unteren Ecken; dafür fehlt das so hilfreiche Verzeichnis der besprochenen Autoren. Muss das alles sein? Oder ist es eine Konzession an den Zeitgeist? Das alles gibt’s ja anderswo zur Genüge, wieso muss nun auch die von mir so geschätzte ZEIT da noch mitmachen?

Barbara Strasser, Aarau, Schweiz