Die Zeit: Professor Feldstein, Sie haben schon Ronald Reagan beraten. Was hätte Ihr früherer Chef dazu gesagt, dass die Wall Street jetzt quasi in staatlicher Hand ist?

MARTIN Feldstein: Er wäre sicher unzufrieden.

Zeit: Und was sagen Sie?

Feldstein: Es ist nicht sehr hilfreich, wenn sich der Staat an den Banken beteiligt.

Zeit: Nicht hilfreich? Man wollte den Zusammenbruch des Finanzsektors verhindern!

Feldstein: Dazu hätte es aber nicht diese Maßnahmen gebraucht. Man hätte zum Beispiel ganz einfach die Eigenkapitalvorschriften für die Banken lockern können – dann hätten die ihre Geschäfte mit weniger Kapital weiterhin betreiben können.

Zeit: Heißt das, Sie sind mit den Rettungsaktionen von Finanzminister Henry Paulson und Notenbankchef Ben Bernanke auch nicht glücklich?