Am Freitagabend (31. Oktober) wird es gruselig: Ausgehöhlte Kürbisse mit Fratzengesichtern leuchten, von Kerzen erhellt, in die Dunkelheit. Mit oft unheimlichen Kostümen verkleidete Kinder ziehen durch die Straßen und rufen an den Türen: "Süßes oder Saures!" Wer keine Leckereien parat hat, dem wird ein Streich gespielt. Es ist Halloween – seit einigen Jahren auch in Deutschland. Wir haben uns diesen Grusel-Karneval in den USA abgeguckt. Dort ist Halloween ein Riesenfest, Kinder und Erwachsene geben in jedem Jahr Milliarden Dollar für Kostüme, Spielzeug und Süßigkeiten aus. Auch in Deutschland werden inzwischen Millionen Euro mit Weingummi in Fledermausform oder künstlichen Spinnennetzen verdient. Halloween gab es aber bereits, bevor es um Geld ging. Der Name stammt von "All Hallow’s Eve", übersetzt: der Vorabend des christlichen Festes Allerheiligen. Der Papst führte diesen Tag zum Gedenken der Heiligen im 8. Jahrhundert ein. Einige Geschichtsforscher denken, dass die gruseligen Halloween-Bräuche auf die Kelten zurückgehen. Schon vor mehr als 2000 Jahren feierten sie im alten England am 31. Oktober das Ende des Sommers mit dem Samhain-Fest. Die Menschen glaubten, dass in der Nacht die Verstorbenen als Geister auf die Erde zurückkamen.