Helios ist einer der großen Krankenhausbetreiber in Deutschland. Mit einem Umsatz von 1,84 Milliarden Euro liegt das Unternehmen auf Platz drei hinter Asklepios (2,3 Milliarden Euro) und Rhön (2,02 Milliarden). Es betreibt derzeit 61 Kliniken mit rund 17700 Betten, die größten Häuser sind in Erfurt, Berlin-Buch, Wuppertal, Schwerin und Krefeld. Pro Jahr werden mehr als eine halbe Million Menschen stationär bei Helios behandelt.

Helios wurde 1994 von dem Mediziner Lutz Helmig gegründet. Das Unternehmen spaltete sich damals von der Klinikgruppe Asklepios ab, an deren Gründung Helmig 1987 ebenfalls beteiligt war. Er führte Helios bis zum Jahr 2000 selbst. Für rund 1,5 Milliarden Mark verkaufte er 2005 die Klinikgruppe an den Bad Homburger Gesundheitskonzern Fresenius, zu dem sie seither gehört. Den Firmensitz verlegte Helios im vergangenen Jahr von Fulda nach Berlin. Der Klinikkonzern beschäftigt 2600 Ärzte. Vor einigen Wochen hat sich Helios mit dem Marburger Bund geeinigt, die Arztgehälter rückwirkend zum 1. Juni 2008 um durchschnittlich neun Prozent anzuheben. Im Mai 2009 werden sie dann um weitere drei Prozent steigen.

Um den Nachwuchs zu binden, zahlt Helios, anders als viele kommunale Krankenhäuser, heute pro Monat 400 Euro Aufwandsentschädigung an Medizinstudenten in ihrem praktischen Jahr. Sie soll bis 2010 auf 700 Euro steigen. jun