Sein Onkel war der gleichnamige Wiener Geigenvirtuose, sein Vater war selbst Offizier. 1946 wird Wolfgang Schneiderhan im oberschwäbischen Riedlingen/Donau geboren. Nach dem Abitur beginnt er 1966 seinen Dienst bei der Bundeswehr als Zeitsoldat. 1968 wird er zum Leutnant, 1974 zum Hauptmann befördert. Von 1979 bis 1981 betreut er im Verteidigungsministerium das militärische Nachrichtenwesen. 1990 geht er als Stabsoffizier für Rüstungskontrolle nach Brüssel ins Nato-Hauptquartier. 1992 folgt die Versetzung an die Führungsakademie in Hamburg. 1997 kehrt er ins Verteidigungsministerium zurück und steigt nach vier Jahren zum Leiter des Planungsstabes auf. 2002 ernennt ihn der damalige Verteidigungsminister Scharping zum Generalinspekteur. Schneiderhan soll die Armee auf die wachsende Zahl von Auslandseinsätzen vorbereiten. Kurz nach seinem Antritt wird das Amt aufgewertet: Der Generalinspekteur ist nicht länger nur Berater, sondern bekommt die Kommandogewalt über die Auslandsmissionen. Die Strukturreform von 2004 schafft die Voraussetzungen für diese Einsätze. Schneiderhan ist verheiratet und hat vier Kinder.