Wer mehr verbraucht, als er produziert, macht Schulden – das gilt nicht nur für Geld, sondern auch für natürliche Ressourcen. Ein Maß dafür, wie weit die meisten Länder dabei inzwischen in den roten Zahlen stecken, ist der ökologische Fußabdruck. Er benennt die Fläche der Erde, die ein Mensch benötigt, um seinen Lebensstandard aufrechtzuerhalten. Würden die natürlichen Ressourcen von allen Erdbewohnern gleichermaßen nachhaltig genutzt, stünden jedem 2,1 Hektar zur Verfügung. Tatsächlich braucht aber jeder Deutsche im Durchschnitt doppelt so viel, wie aus dem diesjährigen Living Planet Report des WWF hervorgeht. Auch global hat sich die Situation seit dem Jahr 1961 verschärft: Alle Länder, die auf der Karte rot eingezeichnet sind, überziehen ihr natürliches Ressourcen-Konto. Ihr unökologischer Fußabdruck macht sich weltweit unter anderem in Form von Artensterben und Luftverschmutzung bemerkbar. Im Durchschnitt benötigt jeder Erdbewohner heute bereits 2,7 Hektar. Und im Jahr 2035 wird die Menschheit nach den Berechnungen des WWF so viele Ressourcen verbrauchen, dass sie zwei Planeten brauchte, um ihren Bedarf nachhaltig zu decken. jom

Grafik: WWF Deutschland