Martin Blessing ist der neue Star unter Deutschlands Bankern. Seit Mai ist der 45-Jährige der Vorstandssprecher der Commerzbank, der zweitgrößten Bank Deutschlands. Ende August verkündete er die Übernahme der Dresdner Bank. Als die Finanzkrise eskalierte, zählte Blessing zum kleinen Kreis derer, die der Regierung mit Rat zur Seite standen und am Rettungspaket für die Finanzbranche mitwirkten. In der Debatte über das Paket zeigte sich der Spross einer Bankiersfamilie und frühere McKinsey-Mann von Anfang an offen für Staatshilfen. Er sagte, es sei die Pflicht jedes Bankers, diese zu prüfen. Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann dagegen ließ intern verlauten, er würde sich "schämen", müsste sein Haus um Hilfe bitten. sto