Steve Gaudet, der für die Umwelt verantwortliche Abteilungsleiter von Syncrude, erklärt, er habe kein Problem, für das Regenerationsprojekt jährlich über 30 Millionen Euro aus dem Firmenbudget loszueisen. Bislang hat er damit über ein Fünftel des ehemaligen Bergwerkes aufgefüllt und neu bepflanzt. Kritiker beanstanden, die von ihm geschaffene Natur entspreche nicht dem ursprünglichen Biotop. Doch so attraktiv wie das natürliche Sumpfland ist die neue Landschaft allemal.

Eine Firmenangestellte bringt Lunchpakete und Getränke. Man kann sich kaum vorstellen, dass dort, wo wir uns in der Oktobersonne zum Picknick niederlassen, vor nicht so langer Zeit riesige Schaufelbagger in 70 Meter Tiefe öligen Sand aus der Tundra schabten. Herbstlich bunte Mischwälder lösen sich mit Feuchtwiesen ab, Enten paddeln auf stillen Weihern, eine Bisonherde weidet auf den Hügeln. Hier ist schon Gras über die Sache gewachsen.