Da ertönte plötzlich eine trockene, heisere Stimme aus dem Sand. Die Kinder sprangen zurück, und ihre Herzen begannen wie rasend zu klopfen. "Lasst mich in Ruhe", sagte die Stimme. Jeder hörte sie und schaute zu den anderen, um festzustellen, ob sie sie auch gehört hatten. "Aber wir wollen dich sehen", antwortete Robert tapfer. "Ich wünschte, du kämst heraus!", setzte Anthea hinzu, die wieder Mut schöpfte. "Na gut, wenn das euer Wunsch ist", antwortete die Stimme, und der Sand geriet in Bewegung und kreiselte und wurde weggeblasen, und etwas Braunes und Pelziges und Dickes ließ sich in die Grube rollen, und dann glitt der Sand von ihm ab, und es saß da und gähnte und rieb sich die Augen mit den Pfoten. "Ich muss wohl eingeschlafen sein", sagte es und reckte sich.

Die Kinder standen im Kreis um das Loch herum und betrachteten das Wesen, das sie entdeckt hatten. Und das lohnte sich wahrhaftig! Seine Augen saßen wie Schneckenaugen an langen Stielen, und es konnte sie wie Teleskope einziehen und ausfahren. Seine Ohren glichen Fledermausohren, und sein molliger Körper war wie ein Spinnenbauch geformt und mit dichtem Fell bedeckt. Arme und Beine waren ebenfalls behaart, und es hatte Hände und Füße wie ein Affe.

"Was um Himmels willen ist das?", erkundigte sich Jane. "Können wir es nicht mit nach Hause nehmen?" Das Wesen richtete seine Stielaugen auf sie, um sie genau betrachten zu können, und antwortete: "Schwatzt sie immer solchen Unsinn, oder macht nur das Zeugs auf ihrem Kopf sie so dämlich?" Bei diesen Worten musterte es verächtlich Janes Sonnenhut.

Edith Nesbit: Der Sandelf

ZEIT Edition "Fantastische Geschichten für junge Leser" 2008, 240 S., 8,95 €