Deutschlandkarte – die Analyse

Die Sparkasse galt in Zeiten des Aktienbooms als besonders piefig, in der Krise jedoch gilt sie als besonders sicher. Der Ruf ist der eines Bäckermeisters, der noch selbst backt: Es gibt sie noch, die guten Konten vom Banker um die Ecke. Besonders beliebt ist das Tagesgeldkonto, das so etwas wie der Nachfolger des Sparbuchs ist: Man kommt jederzeit an sein Erspartes, außerdem gibt es einträgliche Zinsen. Allerdings nicht überall, denn jede Sparkasse bestimmt selbst, wie viele Zinsen sie zahlt – je nach Marktlage. Eine Stichprobe von 101 der mehr als 400 Sparkassen offenbart zum Teil abstruse Unterschiede: In Hannover oder Hamburg gibt es für 100 angelegte Euro 4 Euro Zinsen im Jahr, in Grimma nur 25 Cent. In Grimma gibt es also nur ein Sechzehntel von dem, was in Hamburg gezahlt wird. Wer ein paar Kilometer von Oldenburg nach Bremen fährt, kann seinen Zinssatz versiebenfachen. Wer seiner Sparkasse um die Ecke vertraut, dem kann viel Geld entgehen. Ganz ohne Finanzkrise.

(bei höheren Anlagebeträgen kann der Zinssatz steigen; bei den mit * gekennzeichneten Sparkassen ist ein Mindestanlagebetrag nötig)