Der Schriftsteller und Lyriker wurde 1962 in Dresden geboren. Er studierte zunächst Theaterwissenschaften in Ost-Berlin, brach das Studium aber 1987 ab. Im Jahr darauf erschien sein erster Gedichtband "Grauzone morgens" – im Westen, bei Suhrkamp. Nach dem Mauerfall tat er zunächst das, was ihm die DDR verwehrt hatte: reisen. Er war Gast an den Universitäten von New York, Princeton und Tokyo; in zahlreichen Texten bilanzierte er das Lebensgefühl seiner Generation im Sozialismus. Spätestens seit dem Lyrikband "Schädelbasislektion" (1991) zählt Grünbein zu den wichtigsten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart; 1995 erhielt er den Georg-Büchner-Preis. Zuletzt veröffentlichte er den Gedichtband "Strophen für übermorgen" (Suhrkamp). Die Wende-Erzählung auf diesen Seiten entstand auf Anregung von Renatus Deckert, der im März 2009 eine Anthologie mit literarischen Beiträgen zum Fall der Mauer herausgeben wird.

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