Mit völliger Übereinstimmung habe ich den Artikel von Frau Ateş gelesen. Bis auf die polemische Formulierung "…beratungsresistente Multi-Kulti-Ideologen". Es waren die von Frau Ateş als übliche Verdächtige diffamierten "Multi-Kulti-Ideologen", die die Themen Einwanderungs- und Migrationspolitik ins öffentliche Bewusstsein brachten, während die Partei des Herrn Bosbach klammheimlich wohl immer noch hoffte, dass die Migranten doch noch durch ein Wunder alle in ihre Heimat zurückkehren. Dass Frau Ateş sich in der Integrationsdebatte gegen das in ihren Augen gescheiterte Konzept der Multikulturalität wendet und stattdessen die Idee der Transkulturalität vertritt, hat meine volle Unterstützung.

Seit einigen Jahren aber scheint es zum guten Ton zu gehören, die 68er für alles verantwortlich zu machen, was es in dieser Republik an Problemen gibt. Leider reiht sich Frau Ateş hier ein.

Holger Kocerke, Berlin