Wie die Polizei in Madrid mitteilte, wurde Mikel Garikoitz Aspiazu Rubina, bekannt unter dem Namen "Txeroki", gegen 3.30 Uhr in dem Skiort Cauterets in der Nähe von Lourdes in den Pyrenäen gefasst. Zusammen mit dem mutmaßlichen Eta-Führer wurde eine Frau festgenommen, deren Identität zunächst nicht bekannt war. Beide seien bewaffnet gewesen, hieß es. Die Beamten seien in eine Wohnung in Cauterets eingedrungen, in der sich Txeroki und dessen Komplizin befanden.

Der 35-Jährige gilt in Spanien als der meistgesuchte Terrorist. Er steht in den Fahndungslisten der Polizei an oberster Stelle. Vor seinem Aufstieg zum Militärchef der Eta soll Txeroki der Terrorzelle der Eta in der Gegend von Bilbao angehört und an mehreren Anschlägen der Organisation beteiligt gewesen sein.

Seit fünf Jahren soll er nun Chef der Kommandos der Eta und damit der direkte Verantwortliche für die Organisation und die Befehlsgebung an die Terrorzellen sein. Nach Angaben des spanischen Innenministers Alfredo Pérez Rubalcaba steht der 35-Jährige auch im Verdacht, an der Ermordung von zwei spanischen Polizisten in der französischen Stadt Capbreton am 1. Dezember 2007 beteiligt gewesen zu sein.

Txeroki gilt als Verfechter einer harten Linie in der Separatistenorganisation. Er gab nach Erkenntnissen der Ermittler auch den Befehl zu dem Autobombenanschlag im Dezember 2006 auf den Madrider Flughafen. Damals wurden zwei Menschen getötet. Mit dem Anschlag durchbrach die Eta damals ihre "Waffenruhe" und machte in Spanien die Hoffnungen auf eine Friedenslösung für das Baskenland und auf ein Ende des Terrors zunichte.

Die Eta kämpft mit den Mitteln des Terrors für einen unabhängigen baskischen Staat. Bei Anschlägen der Organisation wurden seit 1968 mehr als 800 Menschen getötet.