5. Juni 1963: Die Verhaftung des Geistlichen Ruhollah Chomeini (geboren 1902) löst Unruhen aus, es gibt viele Tote. Chomeini hatte gegen die Herrschaft des Schahs gepredigt. Er muss ins Exil, erst in die Türkei, dann in den Irak. Sein geistlicher Rang und sein Charisma machen ihn zur Symbolfigur.

31. Dezember 1977 : US-Präsident Carter ist auf Staatsbesuch in Teheran, lobt den autoritär regierenden Schah mit den Worten: "Unter Ihrer großartigen Führung, Majestät, ist Iran eine Insel der Stabilität." In den Abendnachrichten trinkt der Schah auf Carters Wohl Champagner. Es ist das erste Mal, dass eine muslimische Nation im Fernsehen zusieht, wie ihr Führer Alkohol trinkt.

7./8. Januar 1978 : Eine Zeitung druckt einen vom Schah persönlich genehmigten "Leserbrief", der Chomeini ordinär beleidigt. Proteste in der Klerikerstadt Qom. Sicherheitskräfte töten 24 Menschen, auch Kinder.

18. Februar 1978: Am rituellen 40. Tag der Trauer für die Toten von Qom gibt es vielerorts Demonstrationen. In Täbris wird daraus ein Volksaufstand, Banken und Regierungsgebäude brennen. Soldaten schießen in die Menge, es gibt etwa 60 Tote.

Juni/Juli 1978: In den größeren Städten entstehen "islamische Komitees", Keimformen alternativer Behörden.

4. September 1978 : Zwei Millionen Menschen demonstrieren in Teheran, darunter viele Frauen. Sie stecken Blumen in die Gewehrläufe der Soldaten.

8. September 1978 : Teherans "schwarzer Freitag": Auf dem Jaleh-Platz wird eine Versammlung von der Armee angegriffen; es gibt mehr als 200 Tote.

16. Oktober 1978 : Chomeini, auf Betreiben des Schahs aus dem irakischen Exil ausgewiesen, lässt sich im Pariser Vorort Neauphle-le-Château nieder, empfängt unter einem Apfelbaum Journalisten aus aller Welt. Bis Januar verlassen 100.000 Menschen Iran.