Selten so gelacht. Henning Sußebachs Abgesang auf das Auto ist homerisch. Oder auch biblisch, wie mans nimmt. Ergreifend vor allem die Waschstraßen-Passion. Man stelle sich vor, wie Wilhelm Busch die Leiden und Freuden des seligen Eiferers und Bekenners Jacobsen ins Bild gesetzt hätte! Bliebe zu fragen, warum Sußebachs Kollegen in einer, weiß Gott, archaischen Kraftwagentestserie für die Lobby der Stink- und Knatterkarren weiterhin um die Wette Reklame laufen. He, Freunde! Sollte man nicht zeitgleich mit dem Hintritt der Washingtoner Öl-Kardinäle auch in Hamburg-Speersort den Wandel wagen? Beim heiligen Obama: Yes, we can! Aber wie? Nun, man könnte hinfort Fahrräder prüfen. Die Herren Doctores Joffe und Naumann sollten es sich nicht nehmen lassen, mit einem Tandemtest die ZEIT-Wende einzuläuten.

Noch eine Anregung: Nach dem Kult des großen Krokomobils wären weitere Ersatzreligionen zum Platzen zu bringen. So der Fußball, vor dem auch feinere Geister, sogar ZEIT-Geister auf dem Bauch zu liegen pflegen, weiß der Teufel, warum. Doch Vorsicht! Die Abgase dieses Götzen sind giftiger als Weihrauch. Sie benebeln zwar, glaubt man, weniger unsere Umwelt, räuchern dafür umso massiver unsere Hirne. Ach Gott! Wie das? Nun, indem sie sie debilisieren und kretinisieren, kurz missionieren. Klar?

Dr. Winfried Croon, Trier