Die Frage, ob Keynes der Retter des Kapitalismus ist in diesen Tagen, ist sicherlich berechtigt. In Anbetracht der stark einwirkenden Finanzkrise auf die globale Wirtschaft scheint die Überlegung, dass der Staat mithilft, sehr interessant. Was für mich aber nicht verständlich ist, ist, dass die Politik dieses Instrumentarium nur in Notfällen auspackt. Wenn es dem Markt dann wieder besser geht, scheint mir, dass alles wieder vergessen wird und man munter weitermacht. Ich finde, man sollte dauerhaft auf der Basis von Keynes arbeiten und agieren, wenn man nicht alle 50, 60 oder 70 Jahre wieder mit Finanzkrisen zu tun haben möchte. Da sollte man auch an die Generationen nach uns denken, um ihnen nicht den Ärger zu bereiten, mit welchem wir uns heute beschäftigen.

Ümit Vardar, 19 Jahre, 12. Klasse, Robert-Schuman-Europaschule, Willich

Ich glaube, dass Keynes durchaus sinnvolle Vorschläge zur Rettung des Kapitalismus erbracht hat. Es ist wichtig, dass der Staat den Unternehmen aus ihrer Krise heraushilft, jedoch hilft es langfristig nicht, wenn der Staat sich dauerhaft verschuldet.

Melina Cox, 17 Jahre, und Christina Paardekooper, 18 Jahre, (siehe oben)