In den Pisa-Siegerländern Sachsen, Baden-Württemberg und Bayern gehört die Regelung zum Schulalltag. Doch als ein Experte aus der Senatsverwaltung für Bildung vergangene Wochen auch für Berlin ins Gespräch brachte, den Übertritt von der Grundschule aufs Gymnasium an die Schulnoten zu binden, hagelte es Proteste der Eltern. Jetzt beschwichtigt der Sprecher von Senator Zöllner (SPD): Man wolle den Elternwillen nicht abschaffen, die Notenvariante werde als eine vieler Varianten geprüft. Befürworter der Reform halten die bisherigen Hauptkriterien für die Schulwahl, Wohnort und Elternehrgeiz, für sozial hoch selektiv. Ihre Gegner wenden ein, durch die reine Leistungsorientierung entstehe bei Grundschulkindern ein übergroßer Erwartungsdruck. Der Forscher Ulrich Trautwein sagt, Übergänge im Bildungssystem seien grundsätzlich Verstärker sozialer Ungleichheiten. Er hat sie sich im Schweizer Kanton Freiburg genauer angeschaut.