In der vergangenen Woche diskutierten die Abgeordneten des Deutschen Bundestages über den "Haushalt". Das ist ein Plan, in dem die Bundesregierung für ein Jahr berechnet und festlegt, wie viel Geld sie etwa einnehmen wird und wofür sie es ausgeben will. Ihre Einnahmen, das sind die Steuern, die alle Menschen bezahlen müssen, wenn sie Geld verdienen oder etwas kaufen. Aus der Summe, die da zusammenkommt, werden Sachen finanziert, die alle Bürger gemeinsam nutzen: Straßen etwa. In diesem Jahr war die Diskussion um den Haushalt heftig, weil es der Wirtschaft in der Welt und in Deutschland zur Zeit nicht gut geht. Was man dagegen tun soll, da sind die Abgeordneten unterschiedlicher Meinung. Manche wollen zum Beispiel öffentliche Gebäude renovieren. Dann hätten viele Leute Arbeit, würden gut bezahlt und könnten sich Dinge kaufen – das wäre hilfreich für die Wirtschaft. Andere wollen die Steuern senken, auch dann hätten manche Menschen mehr Geld und könnten mehr einkaufen. Beide Lösungen bedeuten aber, dass der Staat Schulden machen muss. Das ist nicht neu, allerdings wollte die Regierung eigentlich weniger Schulden machen. Schwierig! Am Freitag wurde der Haushalt für das nächste Jahr verabschiedet: Die Regierung darf nun 2009 290 Milliarden Euro ausgeben.

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