Das Kastenwesen prägt Indien seit Jahrtausenden. Während seine Bedeutung im Alltag langsam zurückgeht, ist es an vielen Universitäten präsenter als früher. Der Grund ist die neue Quotenregelung. Bislang mussten die von der Zentralregierung finanzierten Hochschulen den Unberührbaren sowie Ureinwohnern (tribes) Studienplätze reservieren. Seit 2007 erhalten nun auch Angehörige anderer traditionell niedriger Kasten sowie Muslime einen Notenbonus. Damit wird die Hälfte aller Studienplätze über eine positive Diskriminierung vergeben. Der Unmut der betroffenen Universitäten ist enorm. Wenn es schon Quoten gibt, argumentieren sie, sollte die materielle Lage über einen Vorteil bei der Bewerbung entscheiden, nicht aber die Kaste. spi