Aus eins mach zwei: Ohne den Prozess der Zellteilung könnte aus einer befruchteten Eizelle nie ein Embryo entstehen, geschweige denn ein ausgewachsener Mensch. Den komplizierten Vorgang, wie sich eine Zelle mitsamt ihrem Erbgut dupliziert, haben Wissenschaftler vom Europäischen Molekularbiologischen Labor (EMBL) in Heidelberg mit einem Fluoreszenzmikroskop fotografiert. Am Anfang bilden die blau angefärbten Chromosomen noch ein loses Knäuel (links). Ihre charakteristische X-Form nehmen sie erst an, wenn sie gleichmäßig auf die beiden Tochterzellen aufgeteilt werden sollen. Diese Aufgabe übernimmt der grün markierte Kernspindelapparat: Ähnlich einem Kraken streckt er jeweils einen Fangarm nach jedem Chromosom aus und zieht es in eine der beiden neu entstehenden Zellen. jom

Foto: Joël Beadouin/EMBL