"Vertraue niemandem – mit Sicherheit im Netz" lautete das Thema des 32. ZEIT Forums der Wissenschaft, einer Veranstaltung der ZEIT und der ZEIT-Stiftung mit dem Deutschlandfunk und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

"Früher war ich viel freizügiger", bekannte Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble. "Heute gebe ich meine Kontodaten nicht mehr einfach so weiter." Peter Schaar, Datenschutzbeauftragter des Bundes, warnte vor dem rasanten Wachstum einer "neuen Industrie", die "auf Datenmissbrauch spezialisiert" sei. Der Google-Kenner und Buchautor Lars Reppesgaard sprach gar von einer tickenden Zeitbombe, die durch exzessives Datensammeln im Netz entstanden sei. Der Staat, so die einhellige Meinung, könne seine Bürger nicht vor jedem Missbrauch von Daten schützen. Peter Heckmann, Experte für Internetrecht an der Universität Passau, plädierte für eine "Selbstbegrenzung" aller Akteure. Hierzu forderte Wolfgang Schäuble ein neues Bewusstsein im Umgang mit sensiblen Daten. DZ