Mit dem Untergang der Junta 1974 begann die moderne griechische Demokratie. Der konservative Staatsmann Konstantin Karamanlis führte das Land mit Weitsicht zurück in die Demokratie und 1981 in die Europäische Gemeinschaft. Bis dahin hatte Griechenland seit dem Ende des Bürgerkriegs 1949 im Wesentlichen konservative Regierungen gehabt. Deshalb wurde der Sieg des Sozialisten Andreas Papandreou von der Pasok 1981 als großer Wandel gefeiert. Damals erwartete die Linke den Austritt zumindest aus der Nato. Doch Papandreou war außenpolitisch viel mehr Realist als der Populist, den er nach innen gab. Griechenland blieb im Bündnis, dafür baute Papandreou den Sozialstaat aus. Seinem Nachfolger Kostas Simitis von der Pasok fiel seit 1996 die Aufgabe zu, die Staatsausgaben einzudämmen. Doch auch wenn er Griechenland in die Euro-Zone brachte: Bis zum Ende seiner Amtszeit blieben wichtige Reformen liegen. Es war der Neffe des alten griechischen Staatsmannes, Kostas Karamanlis, der die konservative Oppositionspartei Nea Dimokratia 2004 wieder an die Macht führte.