Vor Weihnachten sind die Städte voller gehetzter Menschen, die viele Tüten mit sich herumtragen: Weihnachtseinkäufe! Die Händler freuen sich, denn sie leben davon, dass die Leute Teddybären und iPods kaufen, Parfüm und Schmuck, Bücher und Toaster. Und noch viel mehr Leute leben davon, dass sie diese Sachen herstellen. Konsum (Sachen kaufen und verbrauchen) und Produktion (Sachen herstellen) gehören eng zusammen. Und beide sind wichtig dafür, dass unser Wirtschaftssystem funktioniert. Schwierig wird es, wenn Menschen Angst haben, etwas zu kaufen, weil sie befürchten, ihren Arbeitsplatz zu verlieren und kein Einkommen mehr zu haben. Schwierig wird es auch, wenn die meisten Leute die meisten Dinge schon besitzen – einen Fernsehapparat oder eine Waschmaschine gibt es in fast jedem Haushalt. Eine zweite Waschmaschine zu kaufen wäre unsinnig. Deshalb müssen Händler und Produzenten immer neue Sachen erfinden, die sie uns verkaufen können. Dabei denken sie sich manchmal recht unnützes Zeug aus. Besser wäre es, sie fänden einen Weg, wie auch Menschen in ärmeren Ländern so viel Geld verdienen können, dass sie sich die wirklich notwendigen Dinge leisten können: Essen, Kleidung, Medikamente, Möbel und irgendwann auch eine Waschmaschine. Dann ginge es den Menschen dort besser, und für Händler und Produzenten gäbe es viel zu tun.