Auf eine Pointe

Giovanni di Lorenzo: Wissen Sie, dass es zu Ihrer Zeit als Kanzler Helmut-Schmidt-Witze gab?

Helmut Schmidt: Ja, aber ich erinnere mich nicht an einzelne Witze.

di Lorenzo: Einer geht so: Bonner Journalisten werden gebeten, sich an einer der Rheinbrücken einzufinden, sie würden Erstaunliches erleben. Die Journalisten kommen, da fährt Helmut Schmidt vor. Er steigt aus dem Auto, schreitet über das Wasser bis zu einem Brückenpfeiler, geht wieder zurück und ist weg. Am nächsten Tag steht im Bayernkurier: "Der Kanzler kehrte auf halbem Wege um", und die Bild-Zeitung erscheint mit der Schlagzeile: "Helmut Schmidt kann nicht schwimmen".

Schmidt: (lacht nicht) Das ist weniger ein Witz über Helmut Schmidt, eher einer über den Bayernkurier und zugleich über die Bild-Zeitung.

di Lorenzo: Stimmt, der hier ist vielleicht besser: Helmut Schmidt kommt in die Hölle, und als Luzifer ihn sieht, fühlt er sich so geehrt, dass er sagt: "Lieber Helmut Schmidt, jetzt haben Sie einen Wunsch frei, von mir aus können Sie sogar in den Himmel." Und Schmidt sagt: "Haben Sie mal Feuer?"

Schmidt: (lacht)