Plan B

Als Physiker, der jetzt Kabarett macht, habe ich meinen Plan B eigentlich schon verwirklicht. Aber dafür habe ich einen Plan C: Ich wäre gern Schreiner geworden. Als Kind habe ich viel Zeit in der Werkstatt meines Vaters verbracht. Meine Oma hat damals tagsüber auf mich aufgepasst und mich jeden Abend pünktlich um fünf dort abgeliefert. Dann habe ich eine Stunde im Holz gespielt. Holz ist ein warmes Material. Es fasziniert mich, obwohl ich handwerklich nicht besonders begabt bin. Noch heute kann ich mich genau an den Geruch in meiner Kindheit erinnern. Ich habe auch noch einen Plan D, und der ist sogar konkret: ein eigenes Restaurant. Ich koche ganz passabel und gehe auch sehr gern essen. Darum würde ich am liebsten mit etwas Geld in ein Restaurant einsteigen und dann ein richtiges Konzept entwickeln. Die Gäste sollen sich wohlfühlen, ein bisschen wie zu Hause. Ich finde es klasse, wenn man einem Restaurant anmerkt, dass sich jemand Gedanken gemacht hat.

Foto: Thomas Meyer/action press