Auf eine Zigarette mit

Über einen guten Ratschlag von Mark Aurel

Lieber Herr Schmidt, noch nie haben wir über den römischen Kaiser Mark Aurel gesprochen, obwohl er vielleicht Ihre Lieblingsgestalt in der Geschichte ist.

Mark Aurel begleitet mich jetzt schon seit 75 Jahren. Als ich 15 war und konfirmiert wurde, hat mir ein Onkel die Selbstbetrachtungen in deutscher Sprache geschenkt. Es war ein ungewöhnliches Geschenk, das mich bald fasziniert hat. In dem Büchlein habe ich im Laufe des Lebens immer und immer wieder gelesen.

Was hat Sie so fasziniert?

Die stetige Ermahnung, seine Pflicht zu erfüllen, kombiniert mit der Ermahnung zur inneren Gelassenheit. Offenbar war Mark Aurel von Natur aus nicht unbedingt ein gelassener Mensch, aber er hat sich immer wieder zur Gelassenheit ermahnt.

Es heißt, Sie hätten Ihren Mark Aurel auch im Krieg bei sich getragen.