Er sei heilfroh, jetzt wieder "ein Basiswappler" zu sein, meinte Alexander Van der Bellen anlässlich seines Abschiedes von der Parteiführung. Und weil der gewesene Chef der Grünen jetzt ein Basiswappler ist, kurz BW genannt, verhält er sich auch wie einer. Konkret: Er machte all seinen Einfluss geltend, damit der Europapolitiker Johannes Voggenhuber, eines der wenigen über die Parteigrenzen hinaus geschätzten Aushängeschilder der Ökos, im Abseits landet. Typisch BW eben. Der ist das grüne Äquivalent zu jenen Wählern, die sich ihre Meinung an dem berühmten Stammtisch bilden, über den die übrigen Parteien folglich die Lufthoheit zu erringen trachten.

Natürlich ist für den BW ein eigenwilliger und kompetenter Politiker wie Voggenhuber ein Graus. Fast so schlimm wie der Boss eines Atomkraftwerkes. Der BW kennt nur alles oder nichts. Nichts kommt häufiger vor. Er ist eine bedrohte Spezies. Er speist oft vegan, trägt gern Grobgestricktes und das silbergraue Haar, auch wenn es schütter ist, in wilder Mähne. Weibliche BWs bevorzugen den burschikosen Strubbellook. Konsequent verachtet der WB alle Moden und Trends. Seine geistige Heimat sind Wald und weite Flur, er selbst hockt hingegen meist in muffigen Stuben und schwärmt dort von unberührter Natur. Jeder Regenwurm ist ihm heilig, die Schnecken im Weinberg sowieso. Daheim riskiert er sogar seine heilen Knochen, nur um einen seltenen Käfer vor dem Verdursten auf der Wohnzimmerpalme zu retten. Auch das ist typisch BW. Basiswappler sind eben einfach bessere Menschen.