Monsanto wurde 1901 in St. Louis als Süßstofffabrik gegründet. Die Konkurrenz aus Europa und Sicherheitsbedenken in den USA zwangen die Firma schon bald, andere Produkte zu entwickeln. Seither produzierte der Konzern allerlei – von Lebensmittelzutaten über Kunststoffe, Kunstfasern und Kunstdünger bis hin zu Arzneien. Ins Visier der Umweltschützer geriet Monsanto, als sich herausstellte, dass in einem Werk krebserregendes Dioxin entstand, während in einem anderen giftige Chlorverbindungen freigesetzt wurden. Am Argwohn änderte sich wenig, als sich das Unternehmen vor über zehn Jahren aus der Chemie zurückzog. Im Gegenteil. Die Anti-Matsch-Tomate, mit der Monsanto sein neues Geschäftsfeld, die Grüne Gentechnik, salonfähig machen wollte, fiel bei den Hausfrauen durch. Weltweit protestierten Verbraucher gegen die herbizidresistenten Mais- und andere Hightechpflanzen aus St. Louis. Monsanto schrieb Verluste, der Aktienkurs fiel ins Bodenlose. Erst dem neuen Chef Hugh Grant gelang ab 2003 die Wende. Er stellte einige Projekte ein – darunter die Forschung an vielen Pflanzen für den menschlichen Verzehr. hof