Bei etwa fünf Prozent der Bevölkerung kommt es im Lauf des Lebens in den Hirnarterien zu einer sackartigen Erweiterung der Gefäßwand, einem Hirnaneurysma. Bluthochdruck, Arteriosklerose, Gehirnerschütterungen und eine angeborene Schwäche der Gefäßinnenwände begünstigen seine Entstehung. Häufig bereitet ein solches Aneurysma allerdings keine Beschwerden und bleibt unentdeckt.

Manche Aussackungen der Hirngefäße jedoch schwellen über Jahre langsam an und drücken zunehmend auf das umliegende Gewebe. Häufig sind dann neurologische Ausfälle die Folge: Gelegentlich äußern sie sich in Schwindel und Sehstörungen, Anzeichen können aber auch Taubheit und Schwäche (etwa in Gesicht, Armen oder Beinen) sein.

Reißt die gedehnte Gefäßwand ganz ein, kann das Blut ungehindert ins Gehirn strömen. Fast die Hälfte der Betroffenen stirbt an einer solchen Hirnblutung. Der überwiegende Teil der Überlebenden trägt dauerhafte Ausfallerscheinungen und Lähmungen davon. Dieses lebensgefährliche Ereignis tritt jedoch relativ selten ein: Statistisch gesehen, erleidet einer von 10000 Menschen eine Hirnblutung. hei