Der Informatiker Suranga Chandratillake hat die Online-Videosuchmaschine Blinkx im Jahr 2004 gegründet. Schon einige Monate später war das Programm in einer ersten Version gebrauchsfertig, und so tritt die Firma seit Ende 2004 mit dem fischaugenbewährten Anfangsbuchstaben im Internet auf.

Die zugrunde liegende Technik, durch 111 Patente geschützt, stammt von der Firma Autonomy aus Cambridge, die eine Ausgründung der Eliteuniversität ist. Im Oktober 2006 übernahm der Softwarekonzern Microsoft schließlich die von Blinkx entwickelte Videosuchmaschine für seine Angebote msn.com und live.com.

Auch Suchmaschinen wie Ask und Webcrawler nutzen die Technik seit Längerem. Haupteinnahmequelle des Unternehmens mit Sitz in San Francisco ist Werbung. Blinkx arbeitet hier mit den Rechteinhabern zusammen und teilt sich die Einnahmen nach verschiedenen Schlüsseln. Mittlerweile bestehen Verträge mit über 420 Sendern, Verlagen und Agenturen, unter ihnen sind der Zeitschriftenverlag Time, das US-Fernseh-Network CBS und die Bildagentur Getty Images.

Sein Wachstum hat Blinkx durch seinen Börsengang finanziert. Seit Mai 2007 ist das Unternehmen in London im Segment AIM (Alternative Investment Market) gelistet. Anfangs wurde das Start-up dort mit rund 350 Millionen Dollar bewertet, doch während die Umsätze steigen, ist der Börsenwert zuletzt deutlich gesunken.