Ohne die enorme Verschuldung in den USA gäbe es diese Krise nicht. Doch wäre es fatal, wenn die Amerikaner gerade jetzt ihr Geld zusammenhielten. Dann bräche die globale Nachfrage vollends zusammen. Zuerst muss das Feuer gelöscht, dann erst eine neue Sprinkleranlage angebracht werden.

Deshalb muss der Kampf gegen die globale Rezession ganz oben auf die Agenda. Gerade eineinhalb Prozent ihrer Wirtschaftsleistung geben die G20 in diesem Jahr für Konjunkturprogramme aus. Das ist zu wenig, könnte doch die Wirtschaft in Europa und den USA locker um vier Prozent schrumpfen. Insbesondere Deutschland hat noch Spielraum. Zusätzlich müssen die Banken saniert werden, was neue Kapitalspritzen und die Verstaatlichung weiterer Institute bedeutet. Und schließlich müssen die Reserven des Internationalen Währungsfonds aufgestockt werden, damit dieser bei drohenden Staatspleiten einspringen und einen Dominoeffekt verhindern kann. Auch das kostet noch einmal Geld.

All dies ist hierzulande bei Weitem nicht so populär wie die – gerechtfertigte – Bankenkontrolle oder das Trockenlegen von Steueroasen. Aber es ist mindestens genauso wichtig.

Nationale Egoismen verhinderten in den dreißiger Jahren eine gemeinsame Antwort der Staatengemeinschaft auf die Weltwirtschaftskrise. Die G20 dürfen diesen Fehler nicht wiederholen.