Sind wir nicht alle Obama? Nicht mehr so ganz, denn im Irak herrscht immer noch Krieg, Guantánamo gibt es noch, und im Nahostkonflikt ist wenig Fortschritt zu erkennen. Aber noch geben wir ihn nicht auf, unseren Mann im Weißen Haus. Man muss Geduld mit ihm haben.

Wahrscheinlich sollten wir auch nicht zu viel erwarten, er ist ja, trotz allem, der Präsident der Amerikaner. Und die haben zurzeit andere Sorgen als Guantánamo, was wir insofern verstehen, weil wir auch andere Sorgen haben.

Dennoch, die Welt geht auf Distanz; es ist fraglich, ob sich weiße australische Tennisfans, heute, im März 2009, noch so rückhaltlos und fröhlich mit dem schwarzen US-Präsidenten identifizieren würden, wie sie es vor zwei Monaten taten. Wir jedenfalls sind vorsichtig geworden. F. D.