Ihr Artikel über Down-Syndrom(DS)-Kinder macht sehr viel Mut.

Im September ist unser Sohn mit DS zur Welt gekommen. In der 14. Schwangerschaftswoche haben wir vom DS erfahren, wir haben drei Wochen gebraucht, um uns für unser Kind zu entscheiden. In dieser Zeit sind sehr viele Tränen geflossen, und wir stellten fest, dass Pränatalmedizin nicht nur ein Segen ist. Viele Frauen gehen nur zu diesen Untersuchungen, um die Gewissheit zu bekommen, dass alles in Ordnung ist, so auch ich.

Was uns bewogen hat, uns auf ein anderes Leben einzulassen? Wir fanden keinen wirklichen Grund, uns dem entgegenzustellen. Man kennt Menschen mit DS. Sie sind nett, freundlich, fröhlich, offen. Was ist an diesem Leben nicht lebenswert? Eine Abtreibung hätte geheißen, unsere Ängste und Interessen höher zu stellen. Es bedeutet mehr (Zeit-)Aufwand als für ein »normales« Kind, aber diese Entscheidung schenkt mir ein strahlendes Lächeln, und ich freue mich über kleine Erfolge. Es gibt keine Garantie für ein gesundes Kind. Wenn ein Kind durch einen Unfall behindert wird, wird es weiter von seinen Eltern geliebt und gepflegt.

Simone Pelz, Langenlois

Großes Kompliment, Ihr Artikel ist sehr gut, ermutigend, neue Bilder anbietend, seriös. Und richtig schön! Danke für Ihr Engagement. Journalismus kann eben auch einen gesellschaftlichen Auftrag haben.

Heide Besuch, per E-Mail

Gut finde ich: Der Artikel nimmt ein wenig von dem »Schrecken«. Als Mutter eines dreizehnjährigen Jungen mit Down-Syndrom, die in einem Klageverfahren gegen die Schulverwaltung (Zwangsbesuch in einer Sonderschule/Antrag auf Beschulung an der Regelschule) bis zum Bundesverfassungsgericht klagte und scheiterte und nach zwei Ausschlüssen aus dem Sportverein letztes Jahr völlig saft- und kraftlos am Boden daniederlag, kenne ich eben auch eine andere Realität: Die meisten Menschen mit dieser genetischen Besonderheit durchlaufen immer noch den hospitalisierenden Lebensweg in Gruppen von ausschließlich Kindern mit ebenfalls besonderem Unterstützungsbedarf, eine Gruppensituation, die es eigentlich nur in der Science-Fiction geben dürfte, denn wenn alle besondere Bedürfnisse haben, wer soll dann wen unterstützen, wer von wem profitieren, wer sich mit wem austauschen… können?