Einbrecher, das verrät diese Karte, scheuen es wie rechtschaffene Menschen auch, weite Wege zum Arbeitsplatz zurückzulegen. Wo es weniger potenzielle Täter gibt, in den wohlhabenden Regionen, gibt es auch weniger Einbrüche – obwohl dort die potenzielle Beute groß ist.

Eingebrochen wird dort am meisten, wo viel Reichtum und Armut an einem Ort zusammenkommen, man könnte auch sagen: wo die Einkommensschere (oder sollte man vom Einkommensbolzenschneider sprechen?) besonders weit aufgeht. Jedenfalls sind Bremen, Hamburg und Köln die Einbruchshauptstädte des Landes. Die Zentren des Wohlstands wie Baden-Baden oder Starnberg bei München sind relativ friedliche Gegenden.

Ebenso der Osten, hier ist einfach zu wenig zu holen. Ein Täter aus Thüringen hat sich davon nicht abhalten lassen: Er brach fast täglich in Gartenlauben ein, stahl Alkohol, Lebensmittel, auch mal ein Radio – und stürzte sein Altenburger Land ganz tief in die roten statistischen Zahlen. Der Mann wurde inzwischen festgenommen.

Redaktion: Matthias Stolz; Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik