Ich wusste es: Das Thema "Gutes aus Österreich", das wir unserem diesjährigen Kochwettbewerb gaben, riss unsere Hobbyköche aus dem Mittagsschlaf, trieb sie an den Herd und ließ sie mit fiebriger Begeisterung Kren reiben und Knödel rollen. Denn wer etwas vom Kochen und genussvollen Essen versteht, der liebt den österreichischen Beitrag zur Kochkunst über alles.

Ich hatte kein komplettes k. u. k. Menü erwartet, nur einzelne Elemente: Gebackenes, Gesottenes, Knödel, Strudel oder Schmarren. Und doch wollen die meisten Einsender vom ersten bis zum dritten Gang österreichisch kochen, vom gebackenen Kalbsbries als Vorspeise bis zu Topfenknödeln als Nachtisch. Dazwischen sehr häufig Wiener Schnitzel und Tafelspitz. Das ist beides nicht falsch, beschreibt aber doch nur oberflächlich, was den Charme der alpenländischen Küche ausmacht. Weshalb es mich besonders gefreut hat, dass gleich mehrmals Beuschel vorgeschlagen wurde, jene saftige Speise aus Lunge und Herz.

Trotz regionaler Unterschiede verrieten die Einsendungen eine gemeinsame, hoffnungsvolle Einstellung zum modernen Essen. Es wird wieder zu Hause gekocht. Und nicht nur sonntags, sondern täglich, und – was die Sache noch besser macht – die Kinder lernen, was Qualität bedeutet, und diese Lehre trägt Früchte! Bio steht auf dem Einkaufszettel, Fertiggerichte kommen bei den ZEIT-Lesern nicht an.

Folgende Hobbyköchinnen und -köche nun lade ich zu den Regionalentscheidungen ein, weil es ihnen gelungen ist, mich neugierig zu machen:

Nach Hamburg (27. April, Hotel Park Hyatt) bitte ich Michaela Beck aus Bückeburg, Henrik Himpe aus Münster, Chris Kurbjuhn aus Berlin und Thorsten Staller aus Kiel.

In Mainz (4. Mai, Hotel Hyatt Regency) sollen Julian Digel aus Eichstätten und Agathi Kapatsina aus Frankfurt kochen, dazu Sigrid Kessler aus Bad Soden und Christine Lang-Blieffert aus Kassel.

In Linz (8. Mai, Arcotel Nike) erwarte ich: Klaus Lorenz aus Linz, Elfi Margraf aus Meran, Ruth Pointner aus Mutters und Andrea Steinegger aus Steinbach.