DIE ZEIT: Ihr Buch Eine Willensnation muss wollen sollte keine Autobiografie werden.

Kaspar Villiger: Nein.

ZEIT: Auch keine Abrechnung mit dem Bundesrat.

Villiger: Nein.

ZEIT: Wissen Sie, was es geworden ist? Sie haben Ihr Testament geschrieben.

Villiger: Dass ich nach meinem Rücktritt zurück in die Wirtschaft gehe, war klar, ich bin ja eigentlich gar kein Politiker, sondern ein Unternehmer. Und dann bekam ich plötzlich Lust, das aufzuschreiben, woran ich immer geglaubt habe. Ich bin dieser direkten Demokratie irgendwie verfallen. Mich beschäftigte immer die Frage: Wie kann ein hochinteressantes politisches Biotop wie die Schweiz im globalisierten Umfeld überleben?

ZEIT: Sie kommen in Ihrem Buch zum Schluss: Schweizer, macht so weiter wie bisher!